tv ORF.at Tarek Leitner. TV-Highlights Heute im TV
Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
18.12.2007 | 18:36
Was ist mit Post und Bahn nur los?
Man könnte meinen, da findet vorsätzliche Kundenvertreibung statt. Oder ist es nur „schlechte Kommunikation“ – wie sich auch Parteien oft in Krisen zu rechtfertigen pflegen. Das eine Unternehmen lässt 300 Passagiere aus einem Zug werfen (was möglicherweise tatsächlich den Sicherheitsvorschriften entsprochen hat) und begründet das unter anderem mit zu kurzen Bahnsteigen. Zur Erklärung: die ÖBB meint, mehr Wagons könne man nicht anhängen, dafür seien die Bahnhöfe zu klein, die Kunden sollten eben „flexibler“ sein, und nicht gleich den nächsten Zug nehmen. Und die Post: die warnt uns heute, nur nicht zu spät unsere Weihnachtsbriefe und –pakete aufzugeben – und das ganz unabhängig des drohenden Streiks. Gestern erst haben wir berichtet, was die Post alles von uns wissen will: Hobbys, Haustiere und geplante Anschaffungen... (Daten, die offenbar weiterverkauft werden) Aber wir hätten doch gerne von der Post etwas gekriegt – und nicht nur gegeben!
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
15.12.2007 | 20:00
So unterschiedlich...
kann man ein und dasselbe Ereignis betrachten: „Mit Volldampf in den Klimakollaps“ titelt morgen eine große österreichische Tageszeitung. „Hoffnung für das Klima“ schreibt die andere auf Seite 1. Und tatsächlich kann man, wie unser Außenpolitik-Experte Eugen Freund heute in der Sendung analysiert „das Glas halbvoll oder halbleer“ sehen. Das Wichtige stehe nur im Kleingedruckten, meint er – aber der Erfolg liege schon darin, dass die großen Weltmächte (und auch die großen Klima-Beeinflusser) übereinkommen, zumindest etwas tun zu wollen. Und der Druck auf die Verantwortlichen wird steigen: denn es gibt noch einen Erfolg dieser Veranstaltung. Hätte es vor einigen Jahren eine Vorbereitungskonferenz für eine Weltklimakonferenz (die 2009 in Kopenhagen stattfinden soll) an die Spitze der Tagesmeldungen geschafft?
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
02.12.2007 | 15:10
Russland „wählt“ heute,
soweit in dem von Putin selbst als „gelenkte Demokratie“ genannten Land von Wahl die Rede sein kann. Wie berichtet war es der Opposition kaum möglich, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Aus dem Gefängnis ist das meist nicht so leicht. Welche Folgen das vorerst einmal auf das heutige Wahlergebnis hat, das wird sich in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr noch nicht so genau sagen lassen. Über alle aktuellen Trends berichten aber unsere Korrespondenten zum Teil live aus Moskau. In der nächsten Ausgabe der ZiB um ca 21.50 Uhr werden wir genaueres wissen – und das auch in einer Live-Schaltung nach Russland analysieren.
... und übrigens gibt es nächstes Jahr einige Fußballspiele.
Viele sind jetzt schon ganz aufgeregt, wer gegen wen spielt. Auch wenn es noch lange dauert, bis es soweit ist: wir bringen heute schon die Kombinationen, in denen die Fußballmannschaften gegeneinander antreten werden. Und ich vermute, diese Information werden sich die meisten monatelang merken.
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
20.07.2007 | 17:36
Wieviele Menschen darf man opfern,
um andere Menschen zu retten? Das ist eine Frage, die bisher einfach zu beantworten war: keine. Leben ist eben nicht gegen Leben aufzurechnen, es ist nicht einmal wichtiger oder ein andermal weniger wert. Aber plötzlich schleicht sich in die Diskussion über einen Abschussbefehl an die Eurofighterpiloten das Kriterium der Quantität. Jene, die sich für die Möglichkeit aussprechen, unschuldige Menschen durch den Staat töten zu lassen, meinen: wenn möglicherweise mehr Menschen gerettet werden könnten als durch den Abschuss sicher umgebracht werden, dann sei der Abschuss einer Passagiermaschine gerechtfertigt. Wenn also beispielsweise ein Flugzeug mit 20 Menschen auf ein Stadion mit 1000 Menschen zusteuert, dann sei so ein Fall der quantitativen Abwägung zugunsten eines Abschusses der Maschine zu beurteilen.
Aber lassen wir uns da nicht auf eine Diskussion ein, die jene über die Abtreibung weit in den Schatten stellt? Schließlich geht es dabei darum, über viele Leben zu entscheiden – aufgrund von Kriterien, die in Bereichen von Wahrscheinlichkeiten liegen. Wir sollten uns jedenfalls darauf einlassen. Denn solch grundlegende Fragen sind nach 9/11 und einem neuen Bedrohungsbild, das Politiker vieler westlicher Länder rund um den Erdball sehen, wohl anders zu beurteilen als das bisher der Fall war.
Wir können Ihnen zwar nicht sagen, wie ernsthaft eine solche Auseinandersetzung mit der Materie heute bei der Sitzung des „Nationalen Sicherheitsrats“ geschehen ist, aber wir berichten jedenfalls über ihre Ergebnisse. Unser Kollege Wolfgang Geier aus der Innenpolitikredaktion wird live im Studio aber auch analysieren, welche Ergebnisse es nach dieser Sitzung heute nicht gibt. Und der Frage nachgehen, ob diese Diskussion nicht ganz einfach andere Aspekte des Eurofighterdeals überlagern soll...
Aber weil es so unerträglich heiß ist,
widmen wir uns zu Beginn der Sendung gleich der Frage, ob „wir es geschafft haben“, an der 40-Grad-Marke zu kratzen. Nun – hier ist es eigentlich angenehm kühl. Sind Sie auch so froh, im Büro sein zu können?
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
16.07.2007 | 17:57
Ein heißer Tag heute,
auch im Verhandlungssaal im Wiener Landesgericht. Von dort berichten wir heute über den Auftakt im größten Wirtschaftsprozess Österreichs, im BAWAG-Prozess. Auch wenn es – wie üblich – nicht möglich war, während der Verhandlung zu filmen, so sind doch auch jene Bilder ganz bemerkenswert, die das Zusammentreffen jener Männer zeigen, die zumindest ursächlich sind für den Milliardenverlust der BAWAG – oder, wie es der Staatsanwalt formuliert hat – für das „Verspielen“ des Geldes wie im Casino. Wir versuchen heute, Ihnen die Strategie von Staatsanwalt Krakow im Verfahren zu erläutern und schalten live zu unserem Reporter Georg Ransmayr, der den Prozess für die Zeit im Bild beobachtet. Heiß her gegangen ist es dabei übrigens nicht nur im übertragenen Sinne. Der Prozess wurde am Nachmittag abgebrochen – wegen der Hitze.
Die Qualität der Sozialpolitik Herbert Haupts
macht auch Jahre nachdem er die Regierung verlassen hat, noch vielen Menschen in Österreich Sorgen. Es ist ja schon eine für den Rechtsunterworfenen unerträgliche Unart, wenn sich die Regierungsparteien inhaltlich sowenig auf ein Gesetz einigen und es deshalb derart wage formulieren, dass am Ende der angerufene Verfassungsgerichtshof eine Interpretation liefern muss. Aber noch unerträglicher ist es, wenn sich eine Partei mit ihrem Standpunkt bei den Verhandlungen nicht durchsetzt, wie die damalige FPÖ mit ihrer Vorstellung, keine Zuverdienstgrenze beim Kindergeld einzuführen – und dann den Menschen sagt: wir kontrollieren es ohnedies nicht, und halten diese Grenze außerdem nicht für sinnvoll. Denn so eine Vorgehensweise führt dazu – wie Sie heute ebenfalls in der Zeit im Bild sehen – dass, viele Menschen zu Recht eine ähnliche Leichtigkeit im Umgang mit dem Gesetz an den Tag legen, wie es die Regierung suggeriert. Heute wird auf deren Rücken die politische Diskussion weitergeführt, die eigentlich schon vor Jahren hätte beendet sein sollen...
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
27.06.2007 | 18:09
Heute hätten wir Ihnen gerne gezeigt,
wie sinnvoll eigentlich 15 Eurofighter sind. Einst hat es „Experten“ gegeben, die 30 Stück für notwendig gehalten haben. Später sind nur 24 geplant gewesen. Und weil es einst auch ein gröberes Hochwasser gegeben hat, sind es dann 18 geworden – damals wurde argumentiert, die Zahl müsse jedenfalls durch 6 teilbar sein. Jetzt reichen 15. Und selbst damit könne man das gleiche bewerkstelligen wie mit jeder anderen genannten Zahl. Das wirft die Frage auf, was eigentlich genau? Genau das kann nicht beantwortet werden. Offenbar wird jetzt einmal ein Plan gemacht, wie auch 15 Flieger eingesetzt werden können. Jede Erklärung, die wir Ihnen heute über den Einsatz von genau 15 Fliegern geboten hätten, wäre wohl auch willkürlich gewesen. Denn was sich sicher aus der endlosen Eurofightergeschichte lernen lässt, ist: es gibt keine Fakten, die die eine Zahl oder den anderen Typ faktisch notwendig machen – alles ist letztendlich eine Glaubensfrage, oder eben eine politische Frage. Und dabei gehen die Regierungsparteien weniger konform denn je.
Die Wieselburger Landwirtschaftsmesse
hat das Klima zwischen SPÖ und ÖVP heute besser illustriert als alle Wortmeldungen des Tages zur Causa Prima, zum Eurofighter. Das große Koalitionsstück wurde heute also nicht auf der großen Bühne des Ministerrats gegeben, sondern gleichsam Off-Ballhausplatz. Und weil dieser Eklat manch morgen erscheinende Zeitung sogar bereits veranlasst, die Koalition „am seidenen Faden“ hängend zu sehen, wird unser Innenpolitik-Ressortleiter Hans Bürger analysieren, ob ihn der Eurofighter-Alleingang von Verteidigungsminister Darabos tatsächlich zum Reißen bringen kann.
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
25.06.2007 | 15:47
Wenn man weiß, womit sich Arnold Schwarzenegger beschäftigt,
dann darf man ein Todesurteil nicht zu ernst nehmen. So ähnlich hörte sich die Begleitmusik zum Besuch des kalifornischen Gouverneurs in Graz an, über den wir gestern in der Zeit im Bild berichtet haben. Landeshauptmann Voves meint, Schwarzenegger sei nicht mehr böse, dass sich einst einige Protagonisten einer „Provinzposse“ – wie die Diskussion über Recht und Unrecht der Todesstrafe damals abschätzig genannt wurde – gegen ihn, Schwarzenegger, gestellt haben. Als ob Schwarzenegger jemals „böse“ gewesen wäre... Einige wollten einfach seinen Namen nicht als Vorbild auf Fußballstadien und Ehrenbürgerlisten sehen. Aber das ist lange her. Gestern kam nicht jener verlorene Sohn, der sich einst von europäischen und österreichischen Werten abgewendet hat (wie es damals zu hören war), sondern ein mächtiger US-Politiker und einer – das macht jetzt die Sache wirklich schwierig – der sich für Umwelt und Soziales einsetzt, wie es in den USA seinesgleichen sucht...
Zugegeben, so analytisch war unsere Berichterstattung gestern nicht,
das bieten wir ihnen allerdings heute wieder: Denn seit Vormittag ist bekannt, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, aus dem Eurofightervertrag auszusteigen. Die SPÖ tendiert aufgrund der rechtlichen Beurteilung des Vertrags, dem Hersteller weniger Flieger abzunehmen – und wird das wohl als Erfolg verbuchen. Die ÖVP sieht das als Abkehr der SPÖ vom Totalausstieg, verbucht es also als eigenen Erfolg und wird sich wohl mit der geänderten Luftverteidigungspolitik abfinden. Unser Eurofighter-Ausschuß-Experte Thomas Langpaul wird uns in der Sendung auseinandersetzen, wie es nun mit dem Fliegerkauf tatsächlich weitergehen könnte, und welche politischen Folgen das hat.
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
27.05.2007 | 18:06
„Gelenkte Demokratie“
Die berechtigte Freude über den Abschluss vieler Verträge mit russischen Firmen im Zuge von Putins Staatsbesuch vergangene Woche hat in unserer Berichterstattung zum Glück den Blick auf die bedenkliche demokratiepolitische Lage in Russland nicht verstellt. Und als ob es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, sehen Sie heute bei uns in der Sendung, wie mit ein und demselben Anliegen hier und dort umgegangen wird: Homosexuelle wollten in Moskau öffentlich auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Weil damit natürlich auch Kritik am aktuellen Zustand geäußert wird, gibt es viele vorgeschobene Gründe, warum eine Demonstration erst verboten und dann gegen maßgebliche Protagonisten der Aktion außergewöhnlich hart vorgegangen wird. Übrigens nur gegen diese. Gewalt von Gegendemonstranten wird – wie in so vielen ähnlichen Fällen – nicht nur geduldet sondern auch unterstützt. Dass dieses Thema zu einer solchen Eskalation geführt hat, liegt wohl nicht daran, dass Homosexualität erst seit 1993 legal ist. Öffentliche Kritik an der Regierung endet vielfach auf diese Weise.
Der Life-Ball im Wiener Rathaus hatte in den heutigen Morgenstunden zum Glück ein anderes Ende: wahrscheinlich mehr als eine Million Euro für die Aids-Hilfe und Forschung.
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
16.05.2007 | 15:38
Gleichzeitigkeiten
Manchmal inszenieren sich die Tagesereignisse ganz von selbst: wer hätte gestern noch gedacht, dass der ehemalige BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner heute zum parlamentarischen Bankenuntersuchungsausschuss erscheint? Zu früher Morgenstunde ist er unter Blitzlichtgewitter allerdings aus seiner U-Haft-Zelle tatsächlich dorthin geführt worden. Ein seltener Auftritt der zentralen Figur des größten österreichischen Wirtschaftskrimis. Und das – fast symbolhaft – genau an jenem Tag, an dem dieser Krimi, nicht für die Justiz, aber zumindest für die BAWAG und den ÖGB, formell zu Ende geht. Denn seit heute gehört die Bank dem US-Fonds Cerberus.

Bemerkenswert ist auch das Zusammentreffen der Diskussion über eine völkerrechtliche Klage Österreichs gegen Tschechien in Sachen Temelin einerseits – und die Verschmutzung des Flusses Raab durch österreichische Lederfabriken andererseits. Wirklich schmutzig ist der Fluss aufgrund dieser Fabriken dann auf ungarischer Seite – und dort fließt er noch dazu mitten durch ein Naturschutzgebiet. Als Bewohner eines Landes, das sich für vorbildlich hält in Sachen Umweltschutz, meint man, dieses Problem sollte sich leicht lösen lassen. Aber sehen Sie selbst, wie sehr das Verständnis Österreichs für die ungarische Kritik an der Flussverschmutzung dem Verständnis Tschechiens für die Atomängste der Österreicher ähnlich ist...
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Tarek Leitner. (Bild: ORF) von Tarek Leitner
14.05.2007 | 15:23
Fußballvereine lerne ich in diesen Tagen genauer kennen...
... als es gewöhnlich meinem Interesse für diesen Sport entspricht. Jene Kollegen, die mehr Zeit in Stadien verbringen als ich, zeigen sich wenig überrascht über die Gebarungskultur etwa in den beiden steirischen Vereinen, die letzte Woche so prominent in den Medien vorgekommen sind. Nach so vielen Meldungen über Vereine in ganz Österreich, um die es nicht so gut steht, konnte ich mich dieser Gelassenheit mittlerweile anschließen.

Rapid bietet heute allerdings eine neue Qualität fußballerischen Vereinslebens – und daher auch wieder einigermaßen Überraschung (auch unter jenen Kollegen, die ihre journalistische Kritikfähigkeit mühsam hinter ihre Vereinstreue und Fußballbegeisterung zu stellen versucht haben). Hier handelt es sich offenbar um einen Verein, dessen „Netzwerk“ – was immer genau darunter zu verstehen ist – auf dem unsportlichen Markt beinharter Wirtschaftsinteressen kapitalisiert eine Million Euro jährlich wert ist. Wir versuchen heute in der Sendung ein wenig zu erhellen, was der Eurofighterhersteller EADS, unter diesem „Netzwerk“, für dessen Nutzung er so viel Geld hingelegt hat, genau versteht.
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