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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
27.09.2009 | 17:54
Wahltage ...
... sind für politische Journalisten so was wie die Hahnenkamm-Abfahrt für die Kollegen vom Sport. Ganz besonders, wenn gleich mehrere Wahlen zusammen kommen, wie heute in Oberösterreich und in Deutschland.
Insofern gibt es kaum einen besseren Tag für mich, um mich für ein paar Monate von der ZiB2 und vom Bildschirm zu verabschieden. Unser ZiB2-Spezial heute um 21h50 in ORF 2 ist bis kommenden Mai meine letzte Sendung. Ich gehe auf Bildungskarenz um mein MBA-Studium abzuschließen, das ich vergangenes Jahr begonnen habe. Meine Kolleginnen Marie-Claire Zimmermann und Ingrid Thurnher werden in dieser Zeit die ZiB2 präsentieren. Schauen Sie zu!

Und vielen Dank für die vielen netten Mails zu meiner Pause! Ich habe mich über jedes einzelne gefreut. Keine Pause mache ich übrigens auf Twitter - falls Sie mitlesen möchten: http://www.twitter.com/ArminWolf. Es wird da in den nächsten Monaten natürlich weniger um die ZiB2 gehen sondern um Medien allgemein und um Politik. Schönen Abend noch!
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
21.09.2009 | 23:37
Man muss sich einen SPÖ-Vorsitzenden ...
... als glücklichen Menschen vorstellen. Anders wäre der Job wohl kaum zu ertragen.
Seit Werner Faymann Partei-Vorsitzender ist, hat die SPÖ bei sämtlichen Wahlen verloren: Minus 6 Prozentpunkte bei der Nationalratswahl, minus 10 in Kärnten, minus 6 in Salzburg, minus 10 bei der EU-Wahl, minus 8 bei der AK-Wahl, sogar die ÖH-Wahl ging daneben. In der Parteizentrale tröstet man sich damit, dass die SPÖ bei der NR-Wahl, in Salzburg und in der Arbeiterkammer trotzdem Erster blieb - und mit einer aktuellen PROFIL-Umfrage, in der die SPÖ mit 33 Prozent knapp vor der ÖVP liegt. Aber die Partei hat fundamentale Probleme: Die Landtagswahl in Oberösterreich am Sonntag wird praktisch mit Sicherheit die nächste Niederlage bringen - nur ihr Ausmaß ist noch offen. Aber der sensationelle Zugewinn von 11 Prozent von 2003 - gegen die schwarz-blaue Koalition und mit dem Wahlkampf-Schlager Voest - ist keinesfalls zu halten. Und dieses Ergebnis lässt sich dann nicht mehr so leicht wegreden wie Vorarlberg ("ganz spezifische Situation", "nur 4 Prozent der Wahlbeteiligten", "ÖVP-Stammland" usw.). Aber auch das gestrige Debakel müßte die Parteiführung alarmieren: 24 Prozent der SPÖ-Wähler vom letzten Mal sind diesmal einfach zuhause geblieben, während die FPÖ massiv Nicht-Wähler mobilisieren konnte. Bei jungen Männern ist die FPÖ wieder stärkste Partei. (Details in der SORA-Wahlanalyse) Und insgesamt schließen die Freiheitlichen an ihre Spitzenergebnisse aus den 90er Jahren an: trotz Knittelfeld, trotz Parteispaltung und ohne Jörg Haider.

Im Sommer 2008 wurde Alfred Gusenbauer nach einer Reihe von Wahlniederlagen als Parteivorsitzender gestürzt. Dabei hatte er als Oppositionschef eine wahre Siegesserie hingelegt und die SPÖ zurück ins Kanzleramt geführt. Werner Faymann wurde - es liegt gerade mal ein Jahr zurück! - wie der Retter der Partei begrüßt. Bis jetzt hat er allerdings keine einzige Wahl gewonnen. Nun hofft die SPÖ, dass Erwin Pröll aus irgendeinem Grund doch nicht zur Bundespräsidentenwahl antritt. Damit wäre zumindest ein Wahlerfolg in den nächsten Monaten sicher und die FPÖ wird - egal wen sie aufstellt - wohl auch keinen besonderen Auftritt haben. Bei den Landtagswahlen in Wien und in der Steiermark wird das schon ganz anders aussehen. Und dann wird es auch Konsequenzen an der Parteispitze (und ev. in der Regierung) geben. Zu Werner Faymann weiß derzeit niemand eine ernsthafte Alternative. Aber dass Günther Kräuter und Laura Rudas tatsächlich bis 2013 die Parteizentrale leiten, wie Kräuter heute in der ZiB2 vorhergesagt hat - darauf würde ich nicht sehr hoch wetten ...

Sechs Stunden lang haben wir heute übrigens telefoniert, um Herrn Kräuter ins Studio zu bekommen. Während Politiker sich ja grundsätzlich gerne im Fernsehen sehen, waren sie heute plötzlich ausgesprochen kamerascheu: Faymann, Cap, Bures, Häupl, Voves, Niessl, Rudas und zuerst auch Kräuter - eine Absage nach der anderen. Siege haben ja bekanntlich viele Väter, die auch gerne ins Fernsehen gehen - aber wer spricht schon gerne über Niederlagen ...

PS: Aktuelle Kurz-Informationen zur ZiB2 mehrmals täglich unter http://twitter.com/ArminWolf
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
04.09.2009 | 23:50
In eigener Sache ...
In ORF2 läuft gerade der Schwerpunkt zur großen Faust-Premiere im Burgtheater. Und ich freue mich schon sehr darauf, das Stück zu sehen. Dazu werde ich nämlich demnächst mehr Zeit haben.
Ich werde mich mit Ende September für einige Monate von der ZiB2 verabschieden. Weil das heute schon in einer Zeitung gestanden ist, hier dazu ein paar Einzelheiten: Ich gehe auf Bildungskarenz, um mein MBA-Studium an der Berlin School of Creative Leadership abzuschließen. Ich arbeite ja schon einige Zeit für den ORF, konkret seit dem Tag nach meiner schriftlichen Matura im Mai 1985. Weil die Arbeit als Lokal-Reporter und dann bald als Moderator bei Radio Tirol großen Spass gemacht hat, habe ich von Anfang an nur nebenbei studiert. Das hat letztlich ziemlich lang gedauert (exakt 40 Semester bis zum Doktorat) und aus meinem Jugendtraum, mal Nachfolger meines Professors Anton Pelinka zu werden, ist so natürlich nichts geworden. Aber nach einer Diplomarbeit und einer Dissertation wollte ich meine MBA-Abschlussarbeit nicht auch noch neben der Arbeit schreiben. Und die Idee - wenn auch ziemlich spät - doch noch ein paar Monate "nur Student" zu sein, hat schon viel für sich. Also werde ich mich jetzt bis Ende April 2010 ausschließlich mit meiner Master Thesis beschäftigen - und nach 15 Jahren Nachtarbeit endlich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

Und hier noch Antworten auf ein paar Fragen, die mir heute immer wieder gestellt wurden: Ja, ich komme danach wieder in die ZiB2 zurück. Ich arbeite extrem gerne hier, die Redaktion hat ein sehr kleines, aber großartiges Team und die ZiB2 ist für mich die spannendste Sendung des ORF. Wer mich vertreten wird, ist noch nicht fix. In jedem Fall wird Marie-Claire Zimmermann weiter moderieren, wahrscheinlich mehr als bisher. Die endgültige Entscheidung will die ZiB-Chefredaktion in den nächsten Tagen bekannt geben. Nein, meine Karenz und mein Studium kosten die Gebührenzahler keinen Cent, das finanziere ich selbst bzw. ein Scholarship der Berlin School. Meine letzte Sendung wird voraussichtlich am 27. September sein - ein ZiB2-Spezial über die Wahlen in Deutschland und Oberösterreich. Und: Nein, ich will nach meinem MBA nicht ORF-Generaldirektor werden ...

Und danke für die vielen netten Mails!
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
04.09.2009 | 00:08
Der neue Chef-Pilot
Seit heute ist die AUA keine österreichische Fluglinie mehr, sondern eine Tochter der deutschen Lufthansa. Heute hat Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber in Wien die Verträge unterzeichnet.
Die Übernahme hat eine gewisse Ironie. Mayrhuber ist nämlich gebürtiger Oberösterreicher (was man bei Interviews - zumindest für's österreichische Fernsehen - deutlich hört) und er wollte nach seinem Studium für die AUA arbeiten. Aber die Ausbildung dort hätte Geld gekostet, das er nicht hatte. Und auch bei der Swiss Air hat er sich damals beworben. Letztlich ist er vor knapp 40 Jahren dann bei der Lufthansa gelandet - und hat als deren Chef später die Swiss und heute die AUA übernommen.

ZiB-Wirtschaftsressortleiter Christoph Varga hat mit Mayrhuber unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung ein hochinteressantes Gespräch über die Zukunft der AUA geführt. Knappe fünf Minuten davon haben wir in der ZiB2 gezeigt - hier können Sie die Originalfassung des Interviews sehen (15.20 min).
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
13.08.2009 | 16:26
Vor Gericht mit John Gudenus
John Gudenus, der ehemalige FPÖ-Politiker, hat mich geklagt. Wegen übler Nachrede. Eine interessante Erfahrung, denn zum ersten Mal war ich in einem Gerichtssaal nicht als Reporter sondern als Beschuldigter.
Die Klage kam schon im Herbst letzten Jahres. Ich hatte im ZiB2-Studio Martin Graf interviewt - es war das erste größere Interview zu den politischen Positionen des umstrittenen FPÖ-Abgeordneten. Und gegen Ende des Gesprächs entspann sich folgender Dialog:

Wolf: "Da ehemalige Parteikollegen von Ihnen immer wieder in Frage gestellt haben, wie das mit dem Holocaust war - würde ich Sie gerne konkret fragen: Was ist denn Ihrer Meinung nach im Holocaust passiert?"
Graf: "Schreckliche Dinge. Es sind Menschen verfolgt worden und massenweise vernichtet worden und das kann ich überhaupt nicht gut heißen. Im Gegenteil. Es darf nie wieder passieren."
Wolf: "Also Sie bezweifeln nicht, wie Ihr langjähriger Parteikollege John Gudenus, dass in Gaskammern Millionen Juden ermordet wurden im Deutschen Reich?"
Graf: "Ich bezweifle nicht, dass Massen vernichtet wurden, ja."
Wolf: Das ist jetzt eine etwas andere Formulierung. Ich habe Sie nach 'Millionen Juden' gefragt. Sie haben jetzt gesagt 'Massen vernichtet'. Die Millionen bezweifeln Sie schon?"
Graf: "Wenn Sie so wollen, wenn Sie so wollen, Millionen, ja. Ich sage Massen..."
Wolf: "Ich will gar nichts. Ich habe Sie einfach nur gefragt."
Graf: "Und einer wäre schon zuviel, einer wäre schon zuviel. Und das möchte ich auch betonen."

John Gudenus, einstiger Bundesheer-Offizier, FPÖ-Nationalrat und Bundesrat, hat das in der ZiB2 gesehen und fühlte sich in seiner Ehre gekränkt. Ich hätte ihm öffentlich eine "verächtliche Gesinnung" unterstellt, stand in seiner Klage, denn er hätte so etwas nie behauptet. In knapp 25 Jahren als Journalist wurde ich noch nie geklagt - und in diesem Fall fand ich es besonders kurios. Herr Gudenus wurde nämlich im April 2006 genau wegen der zitierten Behauptung ("Es gab Gaskammern, aber nicht im Dritten Reich" in einem STANDARD-Interview) als Holocaust-Leugner zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt - konkret wegen Verstoßes gegen §3 des Verbotsgesetzes. Im August 2006 wurde diese Verurteilung rechtskräftig.

Das Verfahren war für mich trotzdem eine interessante Erfahrung. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man als Beschuldigter vor der Richterin sitzt, selbst wenn man sich sicher ist, freigesprochen zu werden. Seine Klage hatte Gudenus noch ohne Anwalt formuliert - zum Prozess im Wiener Landesgericht erschien er dann allerdings mit einem Rechtsvertreter. Dieser stellte sich als jener "Univ.Prof." Adrian Hollaender heraus, der in der KRONENZEITUNG als Verfassungs-Experte Kolumnen verfasst. Und sein Auftritt vor Gericht war - wie soll man es formulieren? - originell ... An einem Punkt ermahnte ihn die Richterin, er möge nun "vorsichtig" sein, um sich "nicht selbst in die Nähe des Verbotsgesetzes" zu begeben. Gelegentlich wurden Hollaenders weit ausgreifende historische Monologe von einem ziemlich erregten John Gudenus unterbrochen. Dann sahen wir uns gemeinsam nochmal das ZiB2-Interview an und die Richterin zitierte aus dem Urteil gegen Gudenus in seinem Wiederbetätigungs-Prozess. Am Ende der knapp einstündigen Verhandlung sprach sie mich frei. Ich hätte den Wahrheitsbeweis für meine Behauptung zweifelsfrei erbracht, Gudenus müsse sich das Zitat gefallen lassen, immerhin wurde er deswegen rechtskräftig verurteilt. (Hier der Bericht der KLEINEN ZEITUNG vom Prozess) Mein Freispruch war allerdings noch keineswegs rechtskräftig - und zu meiner Verblüffung ging Gudenus in die Berufung.

Zum Termin der Berufungsverhandlung Anfang Juli war ich auf einer lange geplanten Auslandsreise. Wie ich allerdings - als Novize auf der Anklagebank - gelernt habe, rechnet bei einem Berufungstermin ohnehin niemand mit dem Erscheinen des Beklagten. Das erledigen Anwälte und Gericht vor allem auf der Basis eingebrachter Schriftsätze. Das Urteil des OLG hat mich dann auch nicht wirklich überrascht: Die Berufung wurde vollinhaltlich abgewiesen, der ORF und ich wurden rechtskräftig freigesprochen und John Gudenus hat sämtliche Kosten zu tragen. Die Verhandlung selbst ist nun schon fünf Wochen her, aber heute wurde mir die Urteilsbegründung (PDF) zugestellt. Allein schon aus sprachlichen Gründen (wo lernen Juristen eigentlich diese Art von Deutsch?) ist sie lesenswert.

Und ich freue mich darüber, weiterhin "unbescholten" zu sein. Ist ja auch nicht jeder ...
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
12.08.2009 | 00:18
Der Fall Kampusch - und kein Ende
Dass ungewöhnliche Verbrechen nicht restlos aufgeklärt werden, das ist keine Seltenheit. Bis heute sind etwa manche Fragen rund um den "Briefbomber" Franz Fuchs nicht beantwortet. Und bis heute glauben manche, dass Fuchs kein Einzeltäter war, sondern dass seine berüchtigte "Bajuwarische Befreiungsarmee" noch weitere Mitglieder hatte.
Auch im Fall Kampusch gibt es nicht wenige, die sich mit den bisherigen Erklärungen nicht zufrieden geben wollen. Der ehemalige Richter Martin Wabl etwa, der darüber ein Buch geschrieben und schon mehrere Prozesse gegen Kampuschs Mutter verloren hat - oder ein "deutscher IT-Spezialist" namens Thomas Vogel, der seit Jahren auf mehreren aufwändigen Websites behauptet, Kampuschs gesamte Gefangenschaft sei nur eine Inszenierung gewesen und sie hätte völlig freiwillig mit Wolfgang Priklopil zusammengelebt.

Jede Redaktion muss für sich entscheiden, wie viel Gewicht sie derartigen Thesen gibt und ob sie darüber berichtet. Ich glaube, dass wir in der ZiB2 Herrn Vogel völlig zu Recht ignorieren und auch Herrn Wabl haben wir noch nie ins ZiB2-Studio eingeladen. Aber die Aussagen der "Kampusch-Kommission" haben doch ein anderes Gewicht. Die Mitglieder der Kommission sind hoch angesehene Experten: zwei ehemalige Präsidenten von Höchstgerichten, ein leitender Kriminalbeamter, ein Sektionschef im Innenministerium, eine Strafrechts-Professorin und ein Kriminalpsychologe. Da fällt es auf, wenn der Vorsitzende der Kommission, immerhin Ex-Präsident des Verfassungsgerichts, Berater des Bundespräsidenten und ein bekannt besonnener Mann, Sätze sagt wie: "Die objektive Wahrscheinlichkeit, dass das Ganze eine Aktion des Herrn Priklopil und sonst von niemandem war, ist, vorsichtig ausgedrückt, sehr, sehr gering."

Aber Ludwig Adamovich hat auch noch andere Sätze über Natascha Kampusch gesagt, die ihm sehr viel Kritik eingebracht haben, wie etwa diesen: "Es ist natürlich denkbar, dass diese Gefangenschaft allemal besser war als das, was sie davor erlebt hat. ... Es ist ihr sicher als Kind schon einiges passiert."

Wenn der Vorsitzende der offiziellen "Evaluierungs-Kommission" so etwas sagt, ist es berichtenswert. Aber Adamovich könnte damit auch völlig alleine sein und nur eine Einzelmeinung vertreten. Deshalb haben wir in den letzten Wochen immer wieder auch mit anderen Mitgliedern seiner Kommission gesprochen. Sie wollten nicht zitiert werden, ließen aber keinen Zweifel daran, dass sie Adamovichs Skepsis teilen. Und in den letzten Tagen sind schließlich mehrere von ihnen an die Öffentlichkeit gegangen und haben sich hinter Adamovich gestellt. Deshalb haben wir heute den Kriminalpsychologen Thomas Müller ins ZiB2-Studio eingeladen. Seine zentrale Aussage in dem Gespräch: "Sind die Umstände wie Frau Kampusch damals verschwunden ist, eindeutig geklärt – Die Antwort ist Nein. Wann, zu welchem Zeitpunkt, zu welchem Zweck und in welcher Form ist dieses vermeintliche Verlies entstanden und durch welche Person? Ist diese Frage geklärt? Nein. Und drittens: Hat es Personen gegeben und wenn ja welche und in welchem Ausmaß, die über diesen langen Zeitraum darüber Bescheid gewusst haben, dass die Frau Kampusch mit dem Herrn Priklopil mehr oder minder unter einem Dach zusammen gewesen ist. [Ist diese Frage geklärt?] Und die Antwort ist auch Nein. … Diese Fragen müssen geklärt werden."

Aber weshalb sollte Natascha Kampusch seit Jahren behaupten, sie habe nie weitere Täter bemerkt, wenn es nicht stimmt? Welches Interesse sollte sie haben, das zu vertuschen? Müllers knappe Antwort: "Sehen Sie - das wundert mich auch."

Natascha Kampusch selbst hat die Aussagen der Kommissionsmitglieder schon vor einigen Wochen in der ZiB2 "schockierend" und "zynisch" genannt (Nachzuhören auf ihrer Website unter "Medienberichte" > "Juli09" > "Nataschas Stellungnahme"). Aber ihre Kritik lässt Kriminalpsychologe Müller so nicht gelten: "Diese Kommission arbeitet mit Fakten – und so leid es uns tut, aber Emotionen haben in unserem klaren Auftrag zunächst keinen Platz."

Auch in den letzten Tagen haben wir uns immer wieder um eine Stellungnahme von Frau Kampusch bemüht. Wir haben Sie wiederholt ins ZiB2-Studio eingeladen, live oder auch für eine Aufzeichnung. Aber ihr Medienberater" hat uns erst heute wieder mitgeteilt, dass sie derzeit öffentlich nicht Stellung nehmen will. Ich habe heute auch lange mit ihrem Anwalt telefoniert. Er sagt: "Warum soll sich Natascha Kampusch verteidigen müssen. Sie ist hier das Opfer." Und tatsächlich - was immer weitere Ermittungen in diesem Fall noch bringen werden, eines steht unbestritten fest: Natascha Kampusch wurde als zehnjährige Volksschülerin das Opfer eines grausamen, über Jahre andauernden Verbrechens. Und niemand von uns weiß, wie er mit einem solchen Schicksal umgehen würde. Das sollte man bei aller nötigen Aufklärungsarbeit - und der Berichterstattung darüber - nicht vergessen.

PS: Noch etwas hat Thomas Müller heute in der ZiB2 gesagt: "konstruktive Kritik" an der Arbeit der Kommission sei "jederzeit willkommen", aber "untergriffige oder gar diffamierende Kritik" werde man nur "mit einem Zitat von Schopenhauer" kommentieren. Weil wir schon ziemlich knapp mit der Zeit waren, habe ich ihn erst nach unserem Live-Gespräch nach dem Zitat gefragt. Müller: "Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muß man eigenen haben." Das wäre für ein kurzes Fernsehinterview doch ein wenig kompliziert gewesen ...

PPS: Aktuelle Kurznachrichten zur ZiB2 mehrmals täglich unter http://twitter.com/ArminWolf
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
31.07.2009 | 16:48
Das "manipulierte Interview" - Teil II
Zur ÖVP-Kritik an meinem Studiogespräch mit Finanzminister Pröll von letzter Woche haben wir jede Menge Feedback bekommen. Nach dem Vergleich der Originalversion mit der gekürzten Fassung, die auf Sendung ging (beide stehen online, siehe unten) waren fast alle Zuschauer ähnlicher Meinung wie ZiB2-Seher Gerhard Helm: "Ich finde das Interview mit Hrn. Pröll exzellent zusammengefasst."
Ernest Gelles schreibt in seinem Mail von einer "absolut sensiblen, professionell und untendenziell durchgeführten Kürzung". David Tanzer findet: "Meiner Einschätzung nach stört Herrn Pröll hier, dass sein Rundumschlag gegen alle anderen Parteien nicht auf Sendung war. Aber da sie die ganze Antwort und die Frage dazu rausgeschnitten haben kann man Ihnen nicht vorwerfen, Sie hätten da was verfälscht." Etwas kritischer sah es Florian Liehr: "Ein manipuliertes Interview ist für mich etwas anderes. Allerdings finde ich es schade, dass gewisse Passagen gekürzt wurde."

Fast durchgehend positive Reaktionen gab es auf Twitter. ThomasLutz meint: "Habe beide Fassungen angesehen: wurden m.E. nur ganze Themen komplett rausgenommen, sehe keine Verfälschungen im Haupthema". AnitaZielina, selbst Journalistin bei standard.at, urteilt knapp: "Absolut nicht manipulativ". Etliche Seher teilen auch die Meinung von romedius: "Mein Eindruck war eher dass die Kürzung den Fluss des Interviews verbessert hat" und jene von RafaelBuchegger: "Pröll kann über die gekürzte Version froh sein". Und Bassena bilanziert sarkastisch: "Jede Diva glaubt, dass sie in den geschnittenen Szenen am besten war".

Die ÖVP-Kritik unterstützt eigentlich nur Svejk: "Fakt ist: Kritik an ÖVP-Finanzministern blieb drin, Kritik an SPÖ & Co. flogen raus ... Kritik an Bundesfinanzierungsagentur blieb drin, Kritik an Ländern und Gemeinden flog raus ... Kritik von Moser blieb drin, Lob von Moser flog raus ... Und diese Summe an einseitigen Schnitten ergibt die Kritik." Man muss allerdings auch dazu sagen: Svejk ist hier - buchstäblich - Partei: Er ist Redakteur in der ÖVP-Presseabteilung. Auf meine Frage, was denn er gekürzt hätte, reagierte er immerhin mit Selbstironie: "Werde als ÖVP-Angestellter kaum Vorschläge machen, die Worte meines Chefs zusammenzustreichen ;-)".

Einige Seher hatten aber auch Fragen: Warum wir nicht einfach das ganze Interview gesendet haben - das müsste ein Gespräch mit dem Vizekanzler doch wert sein. Da haben wir leider ein generelles Problem: Die ZiB2 hat nur 25 Minuten Sendezeit und wir versuchen, Hintergründe zu den wichtigsten Themen des Tages zu liefern. Da - inklusive Vorbericht - mehr als 15 Minuten auf das Pröll-Interview zu verwenden, schiene mir übertrieben. Vor allem: Wäre das Gespräch live gewesen, hätte ich an diesem Tag sicher nicht 12 Minuten lang mit Herrn Pröll gesprochen. Er war natürlich live eingeladen, wollte aber wegen der Aida-Premiere in Bregenz eine Voraufzeichnung. Wir machen das an sich nicht so gerne, aber es hat zumindest einen Vorteil: Wir können redundante Passagen kürzen und ich kann in der Aufzeichnung auch Fragen stellen, von denen ich mir nicht allzu viel erwarte. Wenn das Ergebnis keinen News-Wert hat, senden wir eben die ganze Passage nicht. So wie in diesem Fall die Fragen zur Koalition und zum U-Ausschuss. Nichts an Prölls Antworten war hier neu oder überraschend, live im Studio hätte ich die Fragen gar nicht gestellt.

Mehrfach wurde auch gefragt, ob die Gesprächspartner oder ihre Pressesprecher die Sendefassung nicht "autorisieren" können, wie das bei Print-Interviews üblich ist. Nein, das gibt es im Radio und im Fernsehen nicht. Bei Print-Interviews hat das ja den Grund, dass oft sehr ausführliche Gespräche auf wenige Zeilen oder Spalten gekürzt und oft auch sprachlich verändert werden. Deshalb die nachträgliche Genehmigung ("Autorisierung") durch den Gesprächspartner, bei der oft noch lange über einzelne Passagen gestritten wird (das gibt es übrigens nur in Deutschland und Österreich so - in den USA oder Großbritannien ist das undenkbar). Im TV-Interview kann aber nichts umformuliert werden. Wir stellen auch nicht einzelne Passagen in der Reihenfolge um - sondern wir kürzen das Gespräch in sich. Diese Kürzungen dürfen selbstverständlich nicht sinnentstellend oder verzerrend sein, sondern das Gespräch muss seinen inhaltlichen Charakter und seinen grundsätzlichen Duktus behalten. Und bisher gab es darüber auch keine Beschwerden. Wir überlegen jetzt aber, künftig bei allen aufgezeichneten Politiker-Interviews die ungekürzte Fassung online zu stellen. Oft ist die ja durchaus interessant, aber in der Sendung ist für das gesamte Gespräch zu wenig Zeit.

Heute planen wir übrigens ein Live(!)-Gespräch mit Bundeskanzler Faymann. Seine Pressesprecherin hat uns bereits vor Tagen grundsätzlich zugesagt, nun sieht es aber so aus, als könnte der "Spekulations-Gipfel" heute abend länger dauern, so dass sich das Schaltgespräch aus dem Kanzleramt nicht mehr ausgeht. Das Angebot einer Voraufzeichnung haben wir heute abgelehnt - ein Interview VOR einem Gipfel, der zu unserem Sendungsbeginn bereits zwei Stunden läuft, wäre seltsam. Das Treffen wird aber in jedem Fall einer der Schwerpunkte unserer heutigen Sendung sein.
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
23.07.2009 | 23:31
Es ist viel zu heiß ...
37,9 Grad hatte es heute im heißesten Ort Österreichs - in Waidhofen an der Ybbs. Aber auch sonst war die Hitze im ganzen Land fast unerträglich.
Deshalb wollten wir am Ende der ZiB2 mal ausnahmsweise zeigen, was Fernseh-Moderatoren so gegen die Hitze tun. Alles war bereit, die Kameraeinstellungen geprobt - da kam um 22h20 ZiB24-Kollege Roman Rafreider in den Newsroom gelaufen, und informierte uns, dass draußen, rund um das ORF-Zentrum, ein infernalisches Gewitter tobt. Fast gleichzeitig bat die Sendeleitung, ich möge mich dringend für Senderausfälle entschuldigen, die in weiten Teilen Österreichs von Gewittern verursacht werden. Da war dann ganz schnell klar, dass unser kleiner Hitze-Gag nicht mehr passend war. Aber ganz wollen wir Ihnen doch nicht vorenthalten, was sich bei 30 Grad hinter dem ZiB2-Moderationstisch tut ... Voilà!
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
14.07.2009 | 23:53
Was können wir in der ZiB2 besser machen?
Das habe ich heute nachmittag unsere Zuschauer via Twitter gefragt. Und es kamen jede Menge Ideen - vor allem aber zu unserer großen Freude auch sehr, sehr viel Lob für die ZiB2.
"Also meiner Meinung nach ist die ZiB2 das Beste, das der ORF zu bieten hat !!! So wenig wie möglich verändern.", meint etwa Modisaster. Bigii findet "die ZiB2 schon super so wie sie ist." Und Georg Mahr ist "im Moment vollends zufrieden."

Trotzdem haben viele Seher Wünsche an uns. Immer wieder kam dabei "mehr Sendezeit !!!", wie z. B. von hochitom. Das können wir allerdings nicht beeinflussen. Wir haben täglich zwischen 22 und 26 Minuten, das hängt davon ab, wie lange der Werbeblock vor der folgenden Sendung ist, die ja pünktlich um 22h30 beginnen soll (und auch von den nachfolgenden Sendungen auf 3sat). fatmike182 wünscht sich fünf Minuten mehr für "Science-News" dafür weniger Wetter. marcelsk will täglich fünf Minuten Sport, cschlemmer möchte "mehr Weltpolitik, mehr Reportagen", rudolfgreinix hätte gerne "mehr kurze Kommentare statt News" und Stefan Pletzer schlägt eine "Rubrik 'vox populi' am Ende der Sendung" vor. Einige Seher würden den Studio-Interviews mehr Zeit geben und mehrfach kommt die Forderung nach anderen Gästen.

Mehrere Seherinnen wünschen sich wie violetp oder Sonja Schiff eine "gendergerechte Sprache". Ich verstehe das gut, aber das ist im Fernsehen halt so eine Sache: Mit "Binnen-I" geht da gar nichts und jedesmal "Politikerinnen und Politiker" oder "Wählerinnen und Wähler" zu sagen, ist bei unserer dauernden Zeitknappheit auch ein Problem. Und weil ich es auf Sendung nicht mache, schreibe ich auch hier von den ZiB2-Zuschauern und nicht von ZuschauerInnen oder Zuschauer/innen. Das Problem ist mir bewusst und das Anliegen sehr nachvollziehbar, aber eine wirklich praktikable Lösung habe ich für mich noch nicht gefunden.

Nicht sehr überraschend ist, dass die Twitter-User (meist sehr aktive Internet-Nutzer) sich eine stärkere Einbindung des Internets in die Sendung wünschen, wie etwa mahlo. wukonigcom würde generell die Zuseher "interaktiv einbinden ... statt one way-Kommunikation". Und immer wieder hören wir den Wunsch nach einem ZiB2-Podcast, nach einem Livestream im Internet und dass die Sendung früher online stehen soll. (Das alles hätten wir hier in der Redaktion übrigens selber gerne und schlagen es schon länger vor - aber dafür sind wir leider nicht selber zuständig und könnten es technisch auch gar nicht von uns aus einrichten. Kurt Tucholsky würde sagen: "Das ist nicht mein Revier" ...)

Aber über viele andere Ideen unseres Publikums werden wir diskutieren und vielleicht das eine oder andere auch verwirklichen. Manche Seher muss ich allerdings schon jetzt enttäuschen: Nein, wir werden Chuck Norris nicht als Innenpolitik-Redakteur anstellen (sorry, hmaller!). Wir werden auch künftig nicht am Ende der Sendung verlautbaren, BrandiaATMuhkuh, "welche Demos diese Woche sind." Und lieber pk210 - wir schmeissen "den armen 3sat-Zuseher" gar nicht "immer vor dem Schlussgag raus". Meine kleinen Schlussbemerkungen kommen praktisch immer vor dem Wetterbericht, die 3sat-Verabschiedung folgt danach ...

Jedenfalls herzlichen Dank für die vielen Reaktionen (eine Gesamtübersicht der Antworten finden sie hier) und falls Sie noch weitere Vorschläge haben, bitte entweder via Twitter - wo sie mehrmals täglich auch aktuelle Infos zur ZiB2 lesen können - oder per E-Mail an zib2@orf.at.
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Armin Wolf. (Bild: ORF) von Armin Wolf
30.06.2009 | 23:32
Die Macht wohnt ... unterm Giebelkreuz
Wer sind die wirklich Mächtigen im Land - mit dem größten Einfluss auf Wirtschaft und Politik? Der Wiener Soziologe Harald Katzmair erforscht das anhand sogenannter Netzwerk-Analysen: Wer ist über welche Organisationen und Institutionen mit wem verbunden? Für seine jüngste Studie hat Katzmair nach eigenen Angaben das Beziehungsgeflecht von 50.000 Österreichern und 9.000 Organisationen analysiert - und so eine Rangliste der Mächtigen erstellt, quasi Österreichs Movers & Shakers.
Wenig überraschend wird die Liste von Raiffeisen-General Christian Konrad angeführt, bei dessen "Sauschädel-Essen" und Mariazeller Wanderungen sich praktischerweise auch gleich all die anderen treffen, die hinter ihm aufgelistet sind. Aber ein wenig überrascht es doch, wie sehr Raiffeisen diese Hitparade der Macht dominiert: Auf vier der fünf ersten Plätze - Manager der Bauern-Genossenschaft: Konrad, Ludwig Scharinger aus OÖ, RZB-Chef Rothensteiner und der Niederösterreicher Erwin Hameseder. Vor Hameseder hat es Erste-Boss Treichl gerade noch auf Platz vier geschafft.

Unter den ersten 20 findet sich exakt eine Frau: Siemens-Chefin Brigitte Ederer auf Platz acht, übrigens auch die einflussreichste Sozialdemokratin des Landes. Vor ihr lauter konservative Banker und Wirtschaftskammer-Präsident Leitl. Erstaunlich weit hinten - auf Platz 18 - der omnipräsente Böhler-Chef Raidl. Und gar nicht unter den Top 20: der umtriebige Casino-General Stoss. Der Grund: die Studien-Autoren haben "Einfluss" als Kombination aus persönlichem Netzwerk und Wirtschaftskraft definiert (und Regierungsmitglieder ausdrücklich ausgenommen). Die Casinos sind da offenbar - trotz ihres beeindruckend vernetzten Chefs - zu klein.

Aber im Ergebnis zeigt sich auch die Schwäche der Methode: "Wo ist Onkel Hans?", mailte ein ZiB2-Seher gleich nach unserem Bericht über die Studie. Und tatsächlich - wenn es darum geht, wer in Österreich den meisten Einfluss hat, dürfte "Krone"-Chef Hans Dichand wohl nicht fehlen. Warum er trotzdem nicht aufscheint: Dichand ist im "Netzwerk Österreich" (hier ein sehenswertes Schaubild) nicht verankert. Der 88jährige Milliardär und Herausgeber braucht kein Netzwerk, um Einfluss auszuüben - seine Zeitung hat 2,9 Millionen Leser. Und jede Menge Politiker, die sich fürchten. Das reicht offenbar auch.

Der "Trend" hat deshalb für seine aktuelle Cover-Story "Wer Österreichs Wirtschaft lenkt" die Rangliste der Netzwerk-Analytiker nochmal überarbeitet, einzelne Faktoren anders gewertet - und kommt auf folgendes Ergebnis: Christian Konrad vor Hans Dichand und Ludwig Scharinger (die genaue Aufstellung der "100 Mächtigsten" auf Seite 4 des PDF). Aber auch die neue Liste zeigt: Wer in Österreich wirklich Einfluss hat, ist männlich, 50+, konservativ und hat entweder eine Bank, einen Jagdschein oder eine Zeitung. Oder - siehe Christian Konrad - Jagdschein + Banken + Zeitungen ...

PS: Aktuelle Kurzinformationen zur ZiB2 mehrmals täglich unter http://twitter.com/ArminWolf
PPS: Die aktuelle Titelgeschichte des "Falter" über "Twitter" gibt es hier online.
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